Bürger.Courage erklärt sich solidarisch mit den Betroffenen der Brandanschläge in Dresden Nachdem am 17.8. 2010 zum Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess Scheiben in der “Praxis”, einem alternativen Wohnprojekt in Dresden-Löbtau eingeworfen wurden, ist an derselben Stelle am 19.8.2010 ein Brandanschlag verübt worden. Am frühen Morgen des 24.08.2010 wurde darüber hinaus ein Molotow-Cocktail in ein Zimmer eines weiteren Wohnprojektes in der Robert-Matzke-Straße in Dresden-Pieschen geworfen. Am 26.08.2010 findet eine Solidaritätsdemo ab Alexander-Puschkin-Platz um 18.30 Uhr statt.
Nazifest am 10. Juli in Gera konnte in Teilen erfolgreich behindert werden!! Das Nazifest in Gera wurde von seinen Anhängerinnen und Anhängern mit ca. 1000 Personen verhältnismäßig schlecht besucht. Dagegen kamen zahlreiche Protestierende aus anderen Städten bei nur wenig vertretenen Bürgerinnen und Bürger aus Gera selbst.
Bürger.Courage unterstützt folgenden Spendenaufruf des alternativen Wohnprojekts in der Robert-Matzke-Straße, das bereits mehrfach von Neonazis angegriffen wurde ( Chronologie): Schütze einen Antifaschisten - Spendenaufruf zur Sicherung der RM 16
Am Dienstag den 24.08.2010 wurde das Wohn- und Kulturprojekt Robert-Matzke-Str.16 mittels eines Molotow-Cocktails angegriffen. Ein Unbekannter schleuderte den Brandsatz in ein Schlafzimmerfenster der 2. Etage. Glücklicherweise zündete dieser nicht richtig, so dass das Feuer gelöscht werden konnte und es bei einem geringen Sachschaden blieb.
Es blieb jedoch auch das dringende Bedürfnis, das Haus besser gegen derartige Angriffe zu schützen. Die unteren beiden Etagen haben wir bereits zum Teil durch Jalousien und Fensterläden gesichert. Da auch wir hin und wieder gerne aus dem Fenster sehen, haben wir damit jedoch bei der ersten Etage und den Zimmern in denen wir täglich leben aufgehört. Durch die vermehrten Anschläge auf Zimmer der zweiten Etagen und nun den Brandanschlag sind wir auf eine Spezialfolie gestoßen, die auf der Scheibe angebracht wird und das Durchwerfen so zuverlässig verhindert, dass dafür sogar eine EU-Norm spendiert wurde.
Das kostet allerdings eine Stange Geld. Pro Person die hier lebt und schläft und gerne aus dem Fenster sieht durchschnittlich 50 Euro!
Werde Beschützer eines Antifaschisten durch Spende auf folgendes Konto:
Außerdem haben wir uns mit Brandmeldern und neuen Feuerlöschern ausgestattet, damit wir im Falle des Falles schnell und wirksam reagieren können. Insgesamt fühlen wir uns für 1000 Euro gut mit Folie, Feuerlöschern und Brandmeldern ausgerüstet und sicher."
Neue Projekte 2010
Snowboard-Railbattle fällt leider aus! Im September 2010 wollten fünf Studierende der Europäischen Wirtschafts- und Sprachakademie Dresden (EWS) in Kooperation mit Bürger.Courage ein Open-Air-Snowboard-Railbattle gegen Nazis und für mehr Toleranz in Dresden veranstalten. Es handelte sich hier um ein ungewöhnliches Projekt mit einer interessanten Zielgruppe. Leider gestaltete sich die Kooperation mit den Behörden schwierig, so dass eine Genehmigung für das Projekt sowie die Finanzierung noch ausstehen. Doch dies wird uns nicht davon abhalten, es nächstes Jahr noch einmal zu versuchen! SponsorInnen und UnterstützerInnen bitte melden!! Zum Projekt
Nützliche und nicht nützliche AusländerInnen? In Dresden besteht in vielen Diskussionen eine perfide Verknüpfung zwischen den Themen Migration, Integration und der Sorge um das Stadtimage. Dabei wird oft zwischen solchen MigrantInnen unterschieden, die der Stadt durch ihren Status als Wissenschaftler, Studierende oder Arbeitskraft willkommen sind und solchen, von denen die Stadt ökonomisch weniger profitiert, da sie vor allem unsere Hilfe benötigen. Diese Unterscheidung finden wir inakzeptabel. In Erinnerung des Mauerbaus am 13.08.1961 ist es Ziel dieses Projektes, Denkmauern zum Einsturz zu bringen. Auch mit Blick auf die neue "Festung Europa" und der Frage, ob dies die neue "Mauer" ist, wollen wir appellieren, Flüchtlinge und AsylbewerberInnen in Dresden willkommen zu heißen und sie als Bereicherung zu begreifen. Hintergründe
Nazis und die DDR Faschismus im Land des Antifaschismus? Die Fakten um diesen damals augenscheinlich gelebten Widerspruch sind auch heute den meisten Menschen nahezu unbekannt. In dem Projekt soll es daher um rechte Strukturen und Denkweisen in der DDR- und Wendezeit gehen. Es will über bestehende Wissenslücken und Wahrnehmungsneigungen rund um dieses einstige Tabuthema aufklären und damit auch ein Stück weit helfen, die aktuellen Probleme mit Nazis vor allem in Ostdeutschland besser verstehen und einzuordnen zu können. Hintergründe
Rassismus im Dresdner Alltag Mithilfe von Interviews soll durch das Projekt eine öffentlichkeitswirksame Thematisierung von Alltagsgeschichten von MigrantInnen in Dresden erfolgen. Dieses Projekt steckt noch in den Kinderschuhen und ruft nach kreativen Umsetzungsideen...Sie haben eine Idee, Anregung, Kritik oder Angebot? Dann kontaktieren sie uns! Kontakt
Dresden, eine braune Stadt - damals und heute Unsinn? Der Mythos Dresden Auch dieses Projekt steht in seiner Entwicklung noch am Anfang. Wichtig ist es uns, auf eine interessante und streitbare Art und Weise die Orte kenntlich zu machen, die den Mythos Dresdens als unschuldige Stadt entlarven. Hierbei ist beispielsweise an den Münchner Platz (Bücherverbrennung 1933), den Theaterplatz (Jubelparade für Hitler) und den Bahnhof Neustadt (Deportationen) zu denken. Dazu wollen wir eine "braune Stadtkarte" in den öffentlichen Raum projizieren. Die Umsetzung des Projekts könnte anlässlich des 9. Novembers erfolgen - dem "Schicksalstag der Deutschen", an dem sich mehrere folgenreiche Ereignisse der deutschen Geschichte jähren. Sie haben eine Idee, Anregung, Kritik oder Angebot? Dann kontaktieren sie uns! Kontakt